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Kunsthaus

Berliner Secession und Russisches Ballett:
Ernst Oppler

vom 03. März 2018 bis 01. Mai 2018

Die Zeichnungen und Gemälde Ernst Opplers (1867–1929) sind eine wichtige Entdeckung in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Als Mitbegründer der Berliner Secession zeichnete, radierte und malte Oppler Porträts, Interieurs und das Strandleben in den Nordseebädern. Erstmals in Norddeutschland präsentiert das Kunsthaus Stade eine umfassende Ausstellung seiner Arbeiten zum Thema Tanz. Oppler hat nicht wie andere Maler die Tänzer pausierend („au repos“) oder in einer gehaltenen Pose im Atelier gezeichnet, sondern bei Proben und Aufführungen auf der Bühne, also während des Tanzens. Seine Skizzen stellen Ballett und Tanz in der Authentizität der Bewegung dar. Die Ausstellung zeigt unter anderem, wie Ernst Oppler, zu dieser Zeit bereits ein gefragter Porträtist der Gesellschaft, durch eine einzige Vorstellung des Kaiserlichen Russischen Balletts mit seinem Star Anna Pawlowa zum überzeugten Ballettliebhaber und -maler wurde. Eine Ausstellung des Deutschen Tanzarchivs Köln.

Jonathan Meese, Daniel Richter, Tal R.
The Men who fell from Earth

vom 19. Mai 2018 bis 23. September 2018

Als Erneuerer der Maltradition haben sich Jonathan Meese, Daniel Richter und Tal R in den letzten Jahrzehnten internationales Renommee erarbeitet. Die Arbeiten der drei Künstler greifen auf erlernte Sehmuster zurück, erweitern oder irritieren sie. Das Humoristische in ihrer Kunst ist der Türöffner zu zeitgenössischen Themen, in denen es um Politik und Gesellschaft, Selbstinszenierung und Fragen zum Potential von Malerei geht. Für die Ausstellung The Men who fell from Earth kooperieren Jonathan Meese (*1970 in Tokio), Daniel Richter (*1962 in Eutin) und Tal R (*1967 in Tel Aviv) erstmals in dieser Konstellation und zeigen die neu entstandenen Werke in einer Ausstellungsreihe, die vom Kunstmuseum Holstebro, Dänemark in Kooperation mit den Museen Stade und dem Espoo Museum of Modern Art in Finnland konzipiert wurde.

Der naive Krieg. Kunst. Trauma. Propaganda

vom 13. Oktober 2018 bis 20. Januar 2019

Erstmals werden in einer großen Gemeinschaftsausstellung parallel zwei Ausstellungen im Kunsthaus Stade und im Museum Schwedenspeicher gezeigt. Ausgangspunkt für das Projekt ist das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Gemeinsam mit dem Künstler und Kommunikationsdesigner ATAK (Prof. Georg Barber) wurde eine Ausstellung entwickelt, die sich in ganz besonderer Weise mit dem Thema Krieg auseinandersetzt. Dabei stehen die Visualisierung und die kreative Verarbeitung von Kriegserlebnissen im Fokus. Krieg als Auslöser von Kreativität und künstlerischer Äußerung kann dabei ganz unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen. Die Ausstellung im Kunsthaus Stade widmet sich sowohl den militärischen Aspekten in der Laienkunst, als auch der künstlerischen Dokumentation und Verarbeitung, Verharmlosung und Heroisierung von Kriegsereignissen. Dabei werden alle Bereiche dieses bisher wenig betrachteten Genres einander gegenübergestellt, von Schlachtengemälden über Feldpostenkarten, Soldatenporträts, Propagandakunst oder Kinderzeichnungen, darunter individuelle Traumaverarbeitung sowie Positionen von Künstlern, die Kriegsteilnehmer waren oder sich mit dem Thema Krieg in anderem Zusammenhang auseinandersetzen. Der zeitliche Rahmen reicht vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Neben Werken zeitgenössischer Künstler wie Moritz Götze, TAL R oder Heino Jäger, finden sich auch Arbeiten von ATAK in der Schau, die direkt auf die gezeigten Exponate Bezug nehmen und exklusiv für die Ausstellung entstanden sind.

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