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Kunsthaus

Frauen machen Schule.
Wegbereiterinnen der Moderne

24. Januar bis 25. Mai 2026

Als die Künstlerin Valesca Röver (1849–1931) im Jahr 1891 im Herzen Hamburgs eine Kunstschule für Frauen gründete, waren die staatlichen Ausbildungsstätten noch ausschließlich Männern vorbehalten. Röver selbst hatte in Paris an der privaten Académie Julian studiert und sollte mit ihrer eigenen Schule ein wichtiges Kapitel Kunstgeschichte schreiben. Nach einem ersten Standort an der Stadthausbrücke verlegte sie die Einrichtung an den Glockengießerwall 23, direkt der Hamburger Kunsthalle gegenüber. Dort lernten und arbeiteten Künstlerinnen nun in unmittelbarer Nähe zu den wichtigsten Orten des städtischen Kunstgeschehens.

Der Aufbruch in die Moderne prägte das Unterrichtsprogramm. Röver engagierte junge Lehrkräfte, die sich mit den Techniken des Impressionismus und progressiven Bildmotiven auseinandersetzten, darunter Arthur Illies und Ernst Eitner. Im Herbst 1904 übernahm ihre ehemalige Schülerin Gerda Koppel die Leitung der Schule, die sie bis 1938 innehatte. Zu den Schülerinnen zählten unter anderem Alma del Banco, Gretchen Wohlwill, Harriet Wolf, Lore Feldberg-Eber und Annemarie Ladewig. Inzwischen an den Mittelweg 169 umgezogen, wurde die Institution anschließend bis 1954 von Gabriele Schmilinsky geführt.

Die Ausstellung Frauen machen Schule widmet sich dieser bedeutenden Ausbildungsstätte und rückt sowohl Valesca Röver und ihre Nachfolgerinnen als auch die Werke ihrer bemerkenswerten Absolventinnen in den Mittelpunkt. Sie beleuchtet die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen von Künstlerinnen in der Moderne und macht zugleich jene Netzwerke sichtbar, die ihre Karrieren prägten.

 

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Die Ausstellung wird gefördert durch:

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