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Museen Stade
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40 JAHRE MUSEUM SCHWEDENSPEICHER

Einladung zum Pressegespräch am 23. November 2017


Museum Schwedenspeicher, 12.30 Uhr
Teilnehmer*innen: Bürgermeisterin Silvia Nieber, Landrat Michael Roesberg, Vorsitzender des Stader Geschichts- und Heimatvereins Dr. Hans-Eckhard Dannenberg, Geschäftsführer Gerd Beckmann, Museumsdirektor Dr. Sebastian Möllers
 

Unterschriften- und Spendenaktion zur Rettung des Schwedenspeichers 1973. Foto: Hans-Jürgen Berg

40 Jahre Museum Schwedenspeicher

Das Museum feiert Geburtstag. Freier Eintritt am 2. und 3. Dezember. Ausstellung zur Museumsgeschichte. Vorstellung des Projekts THINK TANK STADE. Mitmach-Angebote für Familien am 1. Advent.


Vor über 40 Jahren gab es Überlegungen, das 1705 errichtete, ehemalige Provianthaus der schwedischen Garnison abzureißen und damit den historischen Hafen zu verfüllen. Ein Parkplatz für die zu modernisierende Altstadt sollte angelegt werden. Aus Protest gegen diese Pläne entstand unter dem Dach des Stader Geschichts- und Heimatvereins, mit Unterstützung durch die Arbeitsgemeinschaft "Aktuelles Stade", eine sehr aktive Bürgerbewegung. Sie mobilisierte die Stader*innen und konnte schließlich den Erhalt des Gebäudes durchsetzen. Der Kornspeicher wurde zu einem kulturhistorischen Museum, das am 30. November 1977 mit einer großen Wikinger-Ausstellung eröffnet wurde.

Diese bewegte Geschichte visualisiert das Museum Schwedenspeicher nun anlässlich des 40. Geburtstages erstmals in einer kleinen Ausstellung. Dabei ermutigt der Kampf um den Schwedenspeicher auch heute zu bürgerlichem Engagement. Die Ereignisse von damals machen deutlich, dass jede*r die Geschichte seiner Stadt mitgestalten kann. Darum geht es auch im neuesten Projekt des Museums, das am Geburtstagswochenende erstmals den Stader*innen vorgestellt wird. Unter dem Titel THINK TANK STADE. Geschichte wird gemacht, es geht voran! lädt das Museum alle Bürger*innen über einen Zeitraum von zwei Jahren zu einem Dialog über Gegenwart und Zukunft ihrer Stadt ein. Um möglichst viele Menschen an dieser Debatte beteiligen zu können, hat sich das Museumteam etwas Besonderes ausgedacht. An einem eigens hierfür entwickelten Medientisch treffen sich bis zu sechs Personen zu einer Startdiskussion und versuchen die wichtigsten Meinungen, Thesen und Aussagen dabei festzuhalten. Die Gesprächsergebnisse werden dann auf eine Online-Plattform übertragen, wo jeder die Chance hat, sich in die weitere Diskussion einzubringen.
 

So wird der THINK TANK im Foyer des Museum aussehen. Visualisierung: Framegrabber Medien GmbH, Hamburg

Ziel ist es, über den gesamten Zeitraum möglichst viele Themen anzusprechen und mit der Diskussion einen Querschnitt durch die gesamte Bevölkerung zu erreichen. "Alle sollen mitmachen!" sagt Dr. Sebastian Möllers, Direktor der Museen Stade. Um so viele Menschen wie möglich zu erreichen, hat sich das Museum um ungewöhnliche Partnerschaften bemüht, was ein besonderes Ziel des Vorhabens ist, das im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird. Die Mitglieder der Friseur-Innung in Stade sind wichtige Kommunikatoren des Projekts. In allen teilnehmenden Friseurgeschäften werden die Kunden auf das Projekt aufmerksam gemacht und informiert. Viele Themen des Projekts haben eine Verbindung zu den alltäglichen Gesprächen auf dem Friseurstuhl. Über die Stadt sprechen, über das hier und heute, Visionen für die Zukunft Stades zu entwickeln und ein Lebensgefühl der Bewohner*innen einzufangen - das sind die Anliegen des THINK TANK STADE.

Neben den Friseurgeschäften ist das Elbe Klinikum Stade ein weiterer Partner. Hier findet sich nicht nur ein Info-Point zum Projekt. Einmal im Monat sollen hier "Außer Haus" Debatten stattfinden. "Wir kommen mit dem THINK TANK auch zu denjenigen, die nicht zu uns kommen können", so der Projektmitarbeiter Matthias Weber, der die Gespräche am THINK TANK moderieren wird und für die Kommunikation mit den Partnern verantwortlich ist.
Bei den Gesprächen soll es nicht darum gehen, quantitative Erhebungen oder Bewertungen durchzuführen. Es geht um den aktiven Diskurs. "Wir möchten qualitative Daten erheben" so Möllers. Die erhobenen Daten werden bei der Verbundzentrale des GBV in Göttingen gespeichert, die ebenfalls als Partner mit im Boot ist. So stehen sie dann auch für die Forschung zur Verfügung. "Es ist ein ganz neuer Versuch, eine öffentliche Debatte digital zu konservieren." erklärt Möllers. Die im Rahmen des Projekts erprobten Methoden sollen auch nachhaltig im Museum Anwendung finden und dazu beitragen, unter anderem die sogenannte "Oral History" in einer neuen Form zu archivieren.
 

Das Museum Schwedenspeicher heute © Museen Stade, Foto: Axel Hartmann, Köln

Zunächst geht es aber um Stade in Gegenwart und Zukunft! Und ab sofort können sich Interessierte auch schon für die ersten Debatten am THINK TANK im Museum anmelden. Die ersten Themen sind bereits auf der Website annonciert.
Unter www.thinktankstade.de können jetzt schon Anmeldungen per Email erfolgen.
Am 1. Adventswochenende gibt es zudem jeweils um 12, 14 und 16 Uhr spontane Diskussionsrunden am THINK TANK, an denen jeweils bis zu sechs Personen teilnehmen können.  Im Rahmen der geplanten Ausstellung zur Geschichte des Museums können die Besucher*innen auch eigene Themenvorschläge für die Debatten am THINK TANK hinterlassen. Weiterhin wird der Imagefilm zum Projekt vorgestellt, ebenso wie das Projekt-E-Mobil, das zukünftig für Exkursionen zu spannenden Orten in der Stadt zur Verfügung steht und auch als Shuttle zu den Diskussionsrunden genutzt werden kann. Der BMW i3 wird in Kooperation mit dem Projektpartner STADAC im Rahmen eines Car-Sharings betrieben.
 

Mitmachen erwünscht! Das Museum lädt am 1. Adevntssonntag besonders die Familien ein. © Museen Stade 2017, Foto: Axel Hartmann, Köln

Neben der Ausstellung und Projektvorstellung präsentiert sich das Museum anlässlich seines 40. Geburtstags am Adventssonntag von 10-18 Uhr mit einem besonderen Kinder- und Familienprogramm. Die museumspädagogische Vermittlung hat seit der Gründung des Museums einen hohen Stellenwert. Eine Vielzahl von Mitmach-Angeboten soll daher in Ausschnitten erlebbar machen, was das Pädagogikteam im Rahmen von Kindergeburtstagen und Schulklassenbesuchen anbietet. Alle Angeboten sind kostenlos.


Der Eintritt am Geburtstagswochenende ist für alle frei!
 

GEFÖRDERT IM FONDS STADTGEFÄHRTEN DER

PROJEKT-PARTNER

Pressekontakt: Luisa Pauline Fink | presse@museen-stade.de | tel 04141. 79 773 14 | fax 04141.79773 99