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Museen Stade
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Sonderprogramm zur Ausstellung

Der naive Krieg. Kunst. Trauma. Propaganda

ARTIST TALK am 11. Januar, 19.30 Uhr
mit Prof. Georg Barber / ATAK, Künstler und Sammler
 

ATAK, Zu Ross, 2018, Mischtechnik auf Papier © Sammlung ATAK

12 Euro, inklusive Ausstellungsbesuch
Es sind noch Restkarten erhältlich


Zwei Weltkriege haben sich tief in das kollektive Gedächtnis der europäischen Völker eingeschrieben und viele Werke in der Laienkunst hinterlassen, die man selten sehen kann. In der Ausstellung Der naive Krieg zeigt der Künstler ATAK (Georg Barber) eine beeindruckende Sammlung von Artefakten unbekannter Laienkünstler und konfrontiert
sie mit eigenen Bildern sowie denen anderer zeitgenössischer Künstler.

Beim Artist Talk am kommenden Freitag besteht die einmalige Gelegenheit, mit ATAK über seine Sammlung zu sprechen und aus nächster Nähe zu erfahren, was hinter der Sammelleidenschaft und seiner eigenen künstlerischen Arbeiten steht.

Seit Jahren sammelt er Graben- und Laienkunst als Ausdrucksformen einer speziellen Erinnerungskultur. Eine Sammlung, in der Miniaturen von Fahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen neben den aus Kriegsschrott angefertigten Artefakten, persönlich gestalteten Feldpostkarten, Soldatenportraits, Zeichnungen und Bildern stehen. Sie alle zeigen, dass Kreativität und künstlerische Äußerung, ausgelöst durch den Krieg, ganz unterschied-
lichen Zwecken dienen konnte: der Verarbeitung, der Verharmlosung, der Heroisierung oder der Propaganda. Sie zeigen auch, wie dringend der Wunsch nach Gestaltung war.

Prof. Georg Barber / ATAK
ATAK, mit bürgerlichem Namen Hans-Georg Barber, wird 1967 in Frankfurt an der Oder geboren. Er lernt den Beruf des Schrift- und Grafikmalers, geht 1989, im Jahr des Mauerfalls, nach Berlin und gründet dort mit anderen Zeichnern die Comic-Gruppe „Renate“. Von 1990 bis 1995 studiert er Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Künste Berlin. Seine Zeichnungen setzen sich mit Vorbildern auseinander und verknüpfen die Gegenwart mit der Historie. ATAK hat zahlreiche Bücher und Comics veröffentlicht. Als Gastdozent lehrte er an verschiedenen europäischen Hochschulen und ist seit 2008 Professor an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Pressekontakt: presse@museen-stade.de | tel 04141. 79 773 13 | fax 04141.79773 99