 ATAK, Zu Ross, 2018, Mischtechnik auf Papier © Sammlung ATAK 12 Euro, inklusive Ausstellungsbesuch Es sind noch Restkarten erhältlich Zwei Weltkriege haben sich tief in das kollektive Gedächtnis der europäischen Völker eingeschrieben und viele Werke in der Laienkunst hinterlassen, die man selten sehen kann. In der Ausstellung Der naive Krieg zeigt der Künstler ATAK (Georg Barber) eine beeindruckende Sammlung von Artefakten unbekannter Laienkünstler und konfrontiert sie mit eigenen Bildern sowie denen anderer zeitgenössischer Künstler.
Beim Artist Talk am kommenden Freitag besteht die einmalige Gelegenheit, mit ATAK über seine Sammlung zu sprechen und aus nächster Nähe zu erfahren, was hinter der Sammelleidenschaft und seiner eigenen künstlerischen Arbeiten steht.
Seit Jahren sammelt er Graben- und Laienkunst als Ausdrucksformen einer speziellen Erinnerungskultur. Eine Sammlung, in der Miniaturen von Fahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen neben den aus Kriegsschrott angefertigten Artefakten, persönlich gestalteten Feldpostkarten, Soldatenportraits, Zeichnungen und Bildern stehen. Sie alle zeigen, dass Kreativität und künstlerische Äußerung, ausgelöst durch den Krieg, ganz unterschied- lichen Zwecken dienen konnte: der Verarbeitung, der Verharmlosung, der Heroisierung oder der Propaganda. Sie zeigen auch, wie dringend der Wunsch nach Gestaltung war.
Prof. Georg Barber / ATAK ATAK, mit bürgerlichem Namen Hans-Georg Barber, wird 1967 in Frankfurt an der Oder geboren. Er lernt den Beruf des Schrift- und Grafikmalers, geht 1989, im Jahr des Mauerfalls, nach Berlin und gründet dort mit anderen Zeichnern die Comic-Gruppe „Renate“. Von 1990 bis 1995 studiert er Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Künste Berlin. Seine Zeichnungen setzen sich mit Vorbildern auseinander und verknüpfen die Gegenwart mit der Historie. ATAK hat zahlreiche Bücher und Comics veröffentlicht. Als Gastdozent lehrte er an verschiedenen europäischen Hochschulen und ist seit 2008 Professor an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.
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