Menü Mobile Icon

Schwedenspeicher

Den Niedersächsischen Regionen verbunden

Historische Landschaften und moderne Landschaftsverbände
25. Januar bis 13. April 2020

NIEDERSACHSEN IST EIN VIELFÄLTIGES BUNDESLAND

Niedersachsen wurde 1946 aus den einstigen Ländern Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Schaumburg-Lippe gebildet. Somit vereint es verschiedene historisch gewachsene Regionen, deren Ursprünge bis in das Mittelalter zurückreichen. Diese regionale Vielfalt zeigt sich nicht nur in Flora und Fauna, dem Städte- und Landwesen sowie in den verschiedenen Wirtschaftszweigen, sondern auch in den je eigenen Besonderheiten der Kultur, der Sprache und des Brauchtums. Die in der Einheit des Bundeslandes zusammengeschlossene Vielfalt bildet heute die Grundlage für ein erfolgreiches, beständiges und zukunftsorientiertes Niedersachsen

HISTORISCHE LANDSCHAFTEN SIND EINZIGARTIG IN NIEDERSACHSEN UND EINMALIG IN DEUTSCHLAND

Im Mittelalter schlossen sich Klerus, Adel und Städte zu Landschaften, eigenständigen Interessenvertretungen gegenüber dem Landesherrn, zusammen. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein wirkten diese Landschaften aktiv an der Landespolitik mit, etwa im Bereich der Steuererhebung. Heute existieren sie bundesweit einzig nur noch in Niedersachsen und setzen sich in ihren Regionen vor allem für die Kulturförderung und soziale Projekte vor Ort ein. Damit tragen die traditionsreichen Landschaften zum Erhalt der historischen Vielfalt Niedersachsens bei.

LANDSCHAFTSVERBÄNDE SIND MODERNE TRÄGER DER KULTUR- UND IDENTITÄTSPFLEGE

Zwischen 1963 und 1996 gründeten sich im gesamten Gebiet Niedersachsens die Landschaftsverbände. Jedes Jahr fördern sie eine Vielzahl an Projekten Dritter aus den Bereichen Kultur, Bildung, Wissenschaft und Soziales sowie auch eigene Kultur- und Forschungsvorhaben in ihrer Region. Somit tragen die Landschaftsverbände mit ihrer Tätigkeit maßgeblich zum Erhalt der regionalen Kultur und Identität in Niedersachsen bei.

ERSTER LANDSCHAFTSVERBAND NIEDERSACHSENS IN STADE

Auch die Geschichte der Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden reicht bis in das Mittelalter zurück. „Landstände“ entstanden zunächst im Erzstift Bremen, später im Stift Verden sowie im Land Hadeln. Im Jahre 1397 fand ihre erste urkundlich belegte Versammlung im Elbe-Weser-Dreieck statt. Seit dem 17. Jh. ist das Territorium Verden im Landtag vertreten.
Am 24. Oktober 1963 wurde der Landschaftsverband der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden e. V. gegründet. Es handelte sich um den ersten Landschaftsverband in Niedersachsen überhaupt. Ziel war es, „gemeinsam mit der historischen Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden die aus der Geschichte gewachsenen Anliegen dieses Raumes“ zu verwalten und zu vertreten. Seine spannende Geschichte bildet in der Stader Ausstellung einen besonderen Schwerpunkt.

SONDERVERANSTALTUNGEN IM RAHMEN DER AUSSTELLUNG

Sonntag 2. Februar, 16-17 Uhr
Ritter im 21. Jahrhundert – ein Talk mit Otto von Gruben (Gut Kuhla) und Dr. Sebastian Möllers (Direktor der Museen Stade)

Sonntag 1. März, 16-17 Uhr
Geführter Ausstellungsrundgang mit Dr. Hans-Eckhard Dannenberg (Historiker und Geschäftsführer des Landschaftsverbandes Stade)

Sonntag 5. April, 16-17 Uhr
Geführter Ausstellungsrundgang mit Dr. Michael Ehrhardt (Historiker und Ko-Kurator der Ausstellung)

 

Eine Wanderausstellung des Residenzmuseums im Celler Schloss.


Förderer der Ausstellung:

INFO

Schwedenspeicher
Sidebar schließen Icon schliessen