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Kunsthaus

Biografie Jeanne Mammen

1890
am 21. November wird Gertrude Johanna Louise Mammen, genannt Jeanne, in Berlin geboren

1901            
Jeanne und ihre Familie übersiedeln mit den Eltern nach Paris

1907
im Damenatelier der Pariser Académie Julian beginnen Jeanne und ihre zwei Jahre ältere Schwester Maria Louise, genannt Mimi, eine Kunstausbildung

1908
studieren Jeanne und Mimi in Brüssel an der Académie Royale des Beaux-Arts

1911            
Studienaufenthalt in Rom und Besuch der Academia di Belle Arti di Roma

1912            
mit Schwester Mimi gemeinsames Atelier in Paris

1914            
flieht, die als Ausländer geltende, Familie Mammen über Belgien in die Niederlande

1915             

Jeanne Mammen und Familie fliehen nach Berlin, ziehen in die Motzstraße 33 in Schöneberg

1920           
die Schwestern Mammen beziehen am Kurfürstendamm 29 ein Wohnatelier. Jeanne Mammen kann sich als Zeichnerin und Illustratorin für Magazine und Zeitschriften etablieren. Sie arbeitet unter anderem für Ulk, Simplicissimus und Jugend

1930            
Ausstellung in der Berliner Galerie Gurlitt. Wolfgang Gurlitt beauftragt Mammen anschließend mit der Illustration einer bibliophilen Prachtausgabe von Chansons de Bilitis (1894) von Pierre Louÿs. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten kommt ein Druck des homoerotischen Werks nicht mehr in Frage

1932            
Reise nach Moskau mit Hans Ullmann

1933            
das NS-Regime beeinflusst die Zeitschriftenbranche, Mammen verliert ihre Aufträge und meldet sich arbeitslos. Gemeinsam mit Schwester Mimi und Hans Ullmann zieht sie mit einem Bücherwagen (Die lächelnde Berolina) durch Berlin. Bei einer Flugblattaktion wird Ullmann gefasst und daraufhin zwei Jahre lang inhaftiert. Jeanne Mammen besucht ihn mehrfach

ab 1935        
lernt Mammen in einem Kreis intellektueller Regimegegner*innen neue Freund*innen und Sammler*innen kennen: Kurt und Grete Wohl, Max Delbrück und Erich Kuby

1936            
gemeinsame Fahrt mit Hans Ullmann nach Hamburg. Schwester Mimi zieht nach Teheran

1937            
reist Jeanne Mammen nach Paris und sieht auf der Weltausstellung Pablo Picassos Guernica. Die engen Freund*innen Max und Mary Adeline Delbrück sowie Hans und Clara Gaffron emigrieren in die USA, Kurt und Grete Wohl nach England

1938            
am California Institut of Technology in Pasadena, Kalifornien eine kleine private Ausstellung mit Mammen-Werken, die er mit ins Exil genommen hat

1943, 1945  
sterben zuerst die Mutter, dann der Vater Mammens

ab 1945        
einige Jahre lang illustriert Mammen Artikel und Titelseiten der antifaschistischen Zeitschrift Ulenspiegel

1946            
Registrierung in der Kammer der Kunstschaffenden

1947            
erste Einzelausstellung nach dem Krieg, kuratiert von Hans Uhlmann in der Berliner Galerie Rosen. Mammen schließt Freundschaft mit dem Baushauskünstler und Maler Hans Thiemann und seiner Frau, der Fotografin Elsa Thiemann

1949            
Mammen arbeitet als Bühnenbildnerin für das Künstler-Kabarett Die Badewanne

1950            
Teilnahme an der Künstlerbund-Ausstellung in Berlin

1954            
Einzelausstellung in der Berliner Galerie von Anja Bremer

1960            
Einzelausstellung in der Akademie der Künste Berlin

1967            
ihre Übersetzung von Arthur Rimbauds Illuminationen erscheint im Frankfurter Insel-Verlag

1969            
Marokko-Reise mit Max und Mary Adeline Delbrück

1970            
vierte Einzelausstellung im Neuen Berliner Kunstverein

1971            
Einzelausstellung in der Hamburger Galerie Brockstedt

1974 & 1975
Ausstellungen in Stuttgart

1975            
in Hamburg besucht sie Hans und Elsa Thiemann ein letztes Mal. Im Oktober vollendet sie ihr letztes Gemälde

1976            
am 22. April verstirbt Jeanne Mammen in Berlin. Gründung der Jeanne Mammen-Stiftung zur Betreuung von Nachlass und Atelier

INFO

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