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Kunsthaus

JEANNE MAMMEN

Alles zu ihrer Zeit

15. Februar bis 3. Mai 2020

Schillernde Bühnenstars, das illustre Nachtleben, aber auch die Menschen am Rande der Gesellschaft in den legendären 1920er-Jahren in Berlin werden von ihr festgehalten. Als scharfsinnige Beobachterin stellt Jeanne Mammen (1890–1976) die Welt, die sie umgibt, in ihren Werken dar. Sie ist eine gefragte Illustratorin für Kurzgeschichten, zeichnet für Modezeitschriften oder die Kinowerbung. Mit dem NS-Regime endet diese Karriere.

Die politischen und gesellschaftlichen Katastrophen bis 1945 und die Nachkriegszeit hinterlassen Spuren in ihrem Leben und in ihrem Werk. Trotz allem entwickelt Mammen ihre stilistische und motivische Bandbreite konsequent weiter, und so spiegelt ihr Œuvre die sich wandelnden Zeiten des 20. Jahrhunderts. In Mammens virtuosen Zeichnungen, Gemälden und Materialbildern wird besonders das Subtile sichtbar: Nähe und Entfremdung, Sehnsucht und harter Alltag werden nuancenreich gezeigt. Nach 1945 wird Mammens Werk abstrakt, neue Materialien halten Einzug in ihre Kunst, und die Farbe sowie der Akt des Malens werden zu Bedeutungsträgern.

In Paris aufgewachsen und als Künstlerin in Berlin lebend, stellt besonders die Hafenstadt Hamburg einen Sehnsuchtsort für Jeanne Mammen dar: Sie selbst ist zu Zeiten des NS-Regimes in eine innere Emigration gegangen, viele Freund*innen und Verwandte sind jedoch gezwungen, das Land zu verlassen. Dabei stellt häufig der Hamburger Hafen den Ausreisepunkt zur Flucht aus Nazideutschland dar; Abschied und Hoffnung, Sehnsucht, Trauer und Wiederkehr der Fliehenden und der Zurückbleibenden treffen hier aufeinander. Mammen ist häufig zu Besuch in Hamburg und hält ihre Eindrücke in zahlreichen Zeichnungen und Gemälden fest. In der Ausstellung im Kunsthaus wird diesem Themenkomplex eine Etage gewidmet.

Die umfassende Ausstellung zeigt Arbeiten aus über 60 Jahren. Begleitend erscheint eine Katalogbroschüre mit Texten von Dr. Annelie Lütgens, Berlinische Galerie, Dr. Martina Weinland, Stiftung Stadtmuseum Berlin, und Regina Wetjen, Museen Stade.

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