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Kunsthaus

ES WAR EINMAL.

ST. PAULI UND ALTONA IN FOTOGRAFIEN VON HERBERT DOMBRWOSKI, ANDERS PETERSEN UND GERMIN

bis 5. Mai 2019

Die wohl berühmteste Hafengegend der Welt ist ein Bezirk in stetem Wandel. St. Pauli und Altona sind zwei Stadtteile mit kleinen und großen Freiheiten, in denen seit Jahrhunderten hart gearbeitet, neben- und miteinander gewohnt und gelebt wird. Die Schwarz-Weiß-Fotografien von Herbert Dombrowski, Germin und Anders Petersen geben einfühlsame und faszinierende Einblicke in die 1940er, -50er und -60er-Jahre in Hamburg-Altona und auf St. Pauli, eine bewegte Zeit zwischen NS-Diktatur und erstarkender Wirtschaft: Verlust und Hoffnungslosigkeit genauso wie Aufbruch und Tatkraft werden sichtbar. Eine Auswahl von mehr als 100 Fotografien zeigt Momentaufnahmen aus Alltag, Arbeit und Vergnügen am Hamburger Hafen.
Die ausgestellten Werke von Dombrowski, Germin und Petersen sind dabei aber noch mehr als ein Zeugnis der Stadtgeschichte, führen sie doch buchstäblich vor Augen, dass es in diesem besonderen Hafenquartier die Menschen sind, die „den Kiez“ ausmachen, es sind die Frauen, Männer und Kinder, die diesen Ort lebendig werden ließen und lassen.
Möglich wird dieser Rückblick durch Leihgaben des Fotografen Anders Petersen, des Museum der Arbeit (SHMH) und der Galerie Hilaneh von Kories.

Bildergalerie zur Ausstellung

 

Herbert Dombrowski (1917–2010) wurde in Hamburg geboren und arbeitete seit den Nachkriegsjahren als Berufsfotograf mit eigenem Studio. Zusätzlich zu zahlreichen Aufträgen, wie der Dokumentation des Altbaubestandes der Altonaer Altstadt, fotografierte er immer wieder Menschen in Alltagssituationen, machte Bilder von Werftarbeitern und den Schiffen im Hamburger Hafen, vom Handel auf dem Fischmarkt und vom Leben auf St. Pauli.
 

Germin (1910–2001), bürgerlich Gerd Mingram, hielt seine Geburtsstadt Hamburg über 40 Jahre lang fotografisch fest, porträtierte die bauliche und gesellschaftliche Entwicklung. Besonders das Arbeitsleben wird von ihm durch Aufträge verschiedenster Hamburger Unternehmen umfangreich dokumentiert. Er arbeitete bildjournalistisch für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften und war Herausgeber von Fotobüchern und Artikeln. Den Künstlernamen Germin, eine Zusammensetzung aus Vor- und Nachnamen, etablierte er in den Nachkriegsjahren.

 

 

Anders Petersen (*1944 in Solna, Schweden) zählt zu den maßgebenden Fotografen seiner Generation. Seit seiner Ausbildung an der Fotoschule von Christer Strömholm gilt sein berufliches Interesse besonders den Einzelgängern und gesellschaftlichen Außenseitern. In der Ausstellung ist seine berühmte Fotoserie „Café Lehmitz“ zu sehen, in der er Ende der 1960er-Jahre die Prostituierten, Arbeits- und Hoffnungslosen porträtierte, die in der Hamburger Kneipe zueinander gefunden hatten.

Förderer der Ausstellung:

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