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Museen Stade
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Museen Stade | Wasser West 39 | 21682 Stade
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Museen Stade,

dieser Sommer steht bei den Museen Stade ganz unter dem Motto „Entdeckungen“:

Neu entdeckt werden kann der Maler, Grafiker und Designer Erich Kuithan, dem im Kunsthaus Stade eine umfassende Gesamtschau gewidmet ist. Sein Werk entstand in bewegten Zeiten und zeugt von den vielfältigen Aufbrüchen in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Es ist die erste Retrospektive des 1917 verstorbenen Künstlers außerhalb Jenas!

Ab Samstag, 22. Juni, ist im Museum Schwedenspeicher eine neue Sonderausstellung zu sehen: FLEISCH! erzählt von Jägern, Fischern und Fallenstellern in der Steinzeit. Eine umfangreiche Zusammenstellung der wichtigsten steinzeitlichen Rohstoffe, Audiotexte, Filme, interaktive Elemente und starke Bilder ergänzen die über 250 originalgetreuen Rekonstruktionen und Inszenierungen zu einer ganz besonderen Ausstellung.

Wissen Sie, was ein Sondengänger ist? Ausgerüstet mit einem Metalldetektor sucht ein Sondengänger nach Gegenständen im Boden. Die sensationelle Goldmünze, die Matthias Glüsing dabei in der Samtgemeinde Fredenbeck im Landkreis Stade entdeckt hat, wird bald Teil der Dauerausstellung im Museum Schwedenspeicher sein.

Und gar nicht oft genug kann man sich auf Entdeckungsreise ins Grüne begeben. Das Freilichtmuseum blüht, die neuen Bienenvölker summen und machen den Besuch zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Was es sonst noch in unseren Häusern zu entdecken und erleben gibt, haben wir in diesem Newsletter zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen einen wunderbaren Sommer!

Herzlich
Ihr Museen Stade-Team

 

Kunsthaus

Erich Kuithan, Italienerin am Meer (Ausschnitt), 1911, Foto: Kunstsammlung Jena

noch bis 15. September 2019
Aufbruch in die Moderne. Der Künstler Erich Kuithan

Erich Kuithan lebte und arbeitete in bewegten Zeiten: Geboren 1875 in Bielefeld, wird sein bildnerisches Schaffen von Anbeginn durch Aufbrüche in der Kunst geprägt. Das Werk des zu Lebzeiten rennomierten Künstlers, der mit nur 42 Jahren starb, ist eng mit dem Jugendstil verbunden, auch ist Kuithan Grenzgänger zwischen deutschem Impressionismus und Expressionismus. Facettenreich zeugt sein Œuvre vom Aufbruchsgeist zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Kuithans gesamtkünstlerische Interessen entsprechen den Bestrebungen der damals aktuellen Reformbewegung, eine neue Ästhetik in alle Lebensbereiche einfließen zu lassen. Neben Gemälden, Zeichnungen und Grafiken entstehen auch Porzellan-Dekore und öffentliche Auftragsarbeiten. Anregung hierfür findet Kuithan im Austausch mit vielen Künstlerkollegen und Intellektuellen seiner Zeit. Kuithan wählt den Menschen als Hauptmotiv und rückt das Moment der Empfindung sowie Naturverbundenheit ins Zentrum seiner Werke.
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Termine
 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung:
Jeden Sonntag, 15 Uhr
Jeden Mittwoch, 17:30 Uhr
10,- € inkl. Eintritt
 

Kunstgespräch im Goebencafé
Unser Gast ist Klemens Kuithan, der Enkel von Ernst Kuithan berichtet aus der bewegten Familiengeschichte und vom Umgang mit dem künstlerischen Nachlass seines Großvaters.
Fr., 5. Juli 2019, ab 17 Uhr, 18 Euro, inklusive Ausstellungsbesuch und Verköstigung, Beginn im Kunsthaus
 

Wandmalerei-Workshop für Jugendliche | 12-16 Jahre
Täglich für zwei Stunden gehörst Du zu unserer Künstler-Crew und kannst eine Wand im Kunsthaus nach eigenen Ideen gestalten! Erich Kuithans Wandmalereien sind hierfür Anlass und Inspiration.
Mo., 8. bis Fr., 12. Juli (Sommerferien) | 14:00 bis 16:00 Uhr
38,- € inkl. Material und Ausstellungsrundgang
 

Lange Nacht in Stade: Druckwerkstatt für Erwachsene
Fr., 19. Juli 2019, ab 20 Uhr
Eintritt frei
 

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Museum Schwedenspeicher

Bogenschütze, Foto: Neanderthal Museum

Neue Ausstellung:
22. Juni bis 20. Oktober 2019
FLEISCH! Jäger, Fischer, Fallensteller in der Steinzeit

Fleisch gilt als Motor unserer Evolution. Unseren Vorfahren war es wichtiger Energielieferant für ein größer werdendes Gehirn. So war die Jagd über Jahrhunderttausende unverzichtbarer Bestandteil menschlichen Lebens. Die neue Ausstellung im Museum Schwedenspeicher in Stade wurde vom Neanderthal Museum in Mettmann gemeinsam mit den bekannten Experimentalarchäologen Harm Paulsen und Dr. Ulrich Stodiek konzipiert, gezeigt werden materialgetreue und funktionstüchtige Rekonstruktionen sowie Modelle, die vom technischen Erfindungsreichtum der steinzeitlichen Jäger, Fischer und Fallensteller zeugen. Rekonstruktionen bieten eine einzigartige Möglichkeit die Vergangenheit anschaulich wiederauferstehen zu lassen, es sind Nachbauten von Fundstücken bedeutender Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte. Darunter sind zum Beispiel die ältesten Jagdwaffen der Welt, die Schöninger Speere zu nennen, die Lanze von Lehringen, mit welcher einst Neandertaler einen Waldelefanten erlegten, die frühen Pfeile aus dem Stellmoor bei Hamburg oder auch die Jagdausrüstung des Ötzi aus dem Eis der Ötztaler Alpen. Die Ausstellung macht die unterschiedlichen Jagdtechniken unserer Vorfahren erlebbar.

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Termine

Lange Nacht in Stade
19. Juli 2019, 17:00 bis 23:00 Uhr
Eintritt frei

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Multiplum des Kaisers Constans, Foto: Christina Kohnen, Köln

Ab Juli 2019
Neues Exponat in der Dauerausstellung

Der Sondengänger Matthias Glüsing hat im Bereich zerstörter prähistorischer Grabhügel einen sensationellen Fund gemacht: eine einzigartige römische Goldmünze. Er hatte mit Genehmigung der Kreisarchäologie systematisch Flächen in der Samtgemeinde Fredenbeck untersucht.

Dank der Unterstützung durch die Ernst von Siemens Kunststiftung, den Landschaftsverband Stade und den Landkreis Stade konnte das seltene Stück nun für die Dauerausstellung im Museum Schwedenspeicher angekauft werden.

Bei der außergewöhnlichen Goldmünze handelt es sich um ein sogenanntes Multiplum des Kaisers Constans. Multipla sind besonders kostbare Prägungen gängiger römischer Münzen, die nur zu besonderen Anlässen herausgegeben und durch die römischen Kaiser im Rahmen feierlicher und besonderer Zeremonien an herausgehobene Persönlichkeiten überreicht wurden. Es handelte sich dabei um einen Kreis von Personen, auf deren Loyalität der Herrscher in besonderem Maße angewiesen war: höchste Würdenträger, Kommandanten der römischen Streitkräfte und kaiserliche Leibwächter. Sie bekamen für ihre Verdienste anlässlich der Inthronisation eines neuen Kaisers, eines Thronjubiläums, vor und nach Feldzügen oder anderer wichtiger Ereignisse ein Multiplum verliehen. Auch befreundete germanische Herrscher konnten mit den kaiserlichen Großmünzen ausgezeichnet werden.

 

Freilichtmuseum

Die ersten Bienen fliegen auf der Insel © Museen Stade

Herzlich willkommen:
Neue Bienenvölker im Freilichtmuseum

Im Stader Freilichtmuseum auf der Insel spielen Umweltthemen eine besondere Rolle. Die Programme der Museen Stade beschäftigen sich mit historischen Gartenanlagen, historischen Nutz- und Zierpflanzen und der Artenvielfalt. Auch das Thema Imkerei war schon mit einem alten „Immenhus“, das historische Beuten zeigt, auf der Insel am Rande der Stader Altstadt präsent. Im Frühjahr 2019 wurde nun, finanziert vom Umweltfond der Kreissparkasse Stade, eine eigene Schau- und Schulungsimkerei im Freilichtmuseum aufgebaut, die von einer Mitarbeiterin des Museums in Zusammenarbeit mit einer ehrenamtlichen Imkerkollegin betrieben wird. Die Einrichtung und Ausstattung wurde gemeinsam mit dem Kreisimkerverein Stade e.V. geplant.

Honig- und Wildbienen sind zum Erhalt der biologischen Vielfalt sowie zur Sicherung und Steigerung von Erträgen in der Landwirtschaft unverzichtbar. Sie benötigen ganzjährig ein reichhaltiges und vielfältiges Blühangebot, das im Umfeld der Insel gegeben ist.
Die Museen Stade möchten mit ihrem Projekt zum Erhalt der Bienen beitragen und im Zuge der Vermittlungsprogramme auf die wichtige Rolle der Bienen für unser Ökosystem wie auch die Landwirtschaft und den Obstanbau hinweisen.


Termine
 

Öffentliche Führungen
Jeden zweiten und letzten Sonnta im Monat, 14 Uhr
4,- € inkl. Eintritt

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