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Museen Stade
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Museum Schwedenspeicher startet

THINK TANK STADE

Pressemitteilung vom 1.9.2017

So soll der fertige THINK TANK aussehen

THINK TANK STADE.
Geschichte wird gemacht, es geht voran!

Was bedeutet Heimat? Wie wollen wir leben? Wem gehört die Stadt?
Mit der Zukunftswerkstatt THINK TANK STADE startet das MUSEUM SCHWEDENSPEICHER im September ein einmaliges Partizipationsprojekt. Über insgesamt zwei Jahre animiert das Kulturhaus alle Stader*innen, zusammen eine neue Gemeinschaft zu denken und zu formen. Die Kommunikationswege sind innovativ bis ungewöhnlich – ebenso wie die Partner.

Mit dem Förderprogramm „Stadtgefährten – Fonds für Stadtmuseen in neuen Partnerschaften“ verfolgt die Kulturstiftung des Bundes das Ziel, die aktuellen Themen der Stadtbewohner*innen ins Museum zu holen und durch lokale Vernetzung mehr Teilhabe zu ermöglichen. Bundesweit sind jüngst sieben Häuser von einer Jury für die Umsetzung ihrer Projektideen empfohlen worden. Das Museum Schwedenspeicher ist mit dabei! Es wurde ausgewählt, Ideen zum Diskurs um Gegenwart und Zukunft der Hansestadt Stade zu sammeln und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zentrales Element im Schwedenspeicher ist der THINK TANK, ein eigens für dieses Projekt entwickelter Medientisch, an dem die Gruppengespräche dokumentiert werden.
 

Projekt-Partner Friseure

Die Methoden des Museums sind ebenso ungewöhnlich wie die Partner. Über einen Zeitraum von zwei Jahren lädt der Schwedenspeicher die Bürgerinnen und Bürger der Stadt regelmäßig dazu ein, ihre Ideen, Gedanken und Gefühle in Bezug auf die Stadt in der sie leben, auszutauschen. An rund 100 Terminen wird ein breites Themenspektrum zunächst in kleinen Gruppen diskutiert. Die Gesprächsergebnisse werden festgehalten und auf eine Website ausgespielt, auf der sie eingesehen und recherchiert werden können. Unter www.thinktankstade.de kann ab Anfang Dezember 2017 weiterdiskutiert werden, alle Themen sind dann für alle zugänglich und bereit für einen breiten Diskurs. Die technische Umsetzung des TANKs realisieren die Medienspezialisten von Framegrabber aus Hamburg. Um die Archivierung der gewonnenen Daten kümmert sich die Verbundzentrale (VZG) des GBV in Göttingen als technischer Partner des Projekts.

Um möglichst viele Personen zu erreichen, hat der Schwedenspeicher zwei weitere, ungewöhnliche Partner mit ins Boot geholt:
die Friseur-Innung Stade und das Elbeklinikum.

Friseurgeschäfte sind Kommunikationszentralen. Nirgendwo sonst wird wie selbstverständlich über Gott und die Welt im Allgemeinen, oft genug auch über das ganz konkrete Leben in der Stadt gesprochen. Im Rahmen der Kooperation dienen die Friseurgeschäfte als Infopoints für das Projekt und werden so zu Drehscheiben für die unterschiedlichen Diskussionsthemen. "Ein offenes Ohr ist fester Bestandteil unseres Berufsbildes. Unsere Kunden reden frei, ungerichtet und ungefiltert. Das Projekt bildet das hervorragend ab,“ sagt Hartmut Vagts, Obermeister der Friseur-Innung Stade. „Daher freuen wir uns über die Möglichkeit, uns in dieser Form einbringen zu können.“
 

Projekt-Partner Elbe Kliniken Stade

Im Stader Elbeklinikum begegnet sich ein Querschnitt durch die gesamte Stadtgesellschaft. Auch hier wird ein Infopoint für das Projekt eingerichtet. Darüber hinaus gibt es dort Gesprächsrunden, das Museum kommt also auch zu jenen, die ansonsten von der Teilnahme ausgeschlossen wären. „Die Elbe Klinik ist seit je her intergraler Bestandteil des Stader Stadtgeschehens. Zudem ist für Patienten wie für deren Besuchern der Klinikaufenthalt unfreiwillige Gelegenheit zu Reflektion und Austausch. Daher ist die Partnerschaft mit dem THINK TANK STADE eine schöne Gelegenheit, uns in diesen spannenden Diskurs einzubringen,“ beschreibt Martin Grasselli, Betriebsleiter des Elbeklinikums Stade, die Kooperation mit dem Schwedenspeicher.

Ein weiteres Kommunikationsmedium bildet das Projektmobil. Es dient als Shuttle- und Erkundungsfahrzeug im Kontext der Diskussionsrunden im Schwedenspeicher. Zu bestimmten Themen gibt es begleitende Ausfahrten – mit Abholservice.
 

Stade in einer Stadtansicht von Martin Weigel um 1550, Holzschnitt

Geschichte wird gemacht. Es geht voran! Die berühmte Textzeile der Rockband Fehlfarben betont für Dr. Sebastian Möllers, Direktor der Museen Stade, die tragende Philosophie des Projekts: „THINK TANK STADE bietet allen Stadtbewohner*innen die Möglichkeit, ihren Lebensraum hier und jetzt sicht- und spürbar zu verändern.“ Für das Museum Schwedenspeicher ist es das erste größere Partizipationsprojekt, bei dem die Bürger*innen aktiv in die Museumsarbeit eingebunden werden. Gleichzeitig geht es um Themen, die sonst eher in kleineren Zusammenhängen eine Rolle spielen und weniger einen ganzheitlichen Ansatz haben. Das Museum wird so zu einem Forum für alle Stader*innen, indem außerhalb des politischen Raums über Fragen der Gegenwart und Zukunft gesprochen wird.

Für Direktor Möllers ist es besonders wichtig, dass sich die Menschen auch mit Themen abseits der persönlichen Befindlichkeiten beschäftigen, eine Meinung entwickeln können und diese selbstbewusst vertreten. „Wir wollen mit dem THINK TANK STADE zu einer neuen Qualität der Debatte beitragen und eine offene und faire Gesprächskultur fördern, die es allen ermöglicht, sich gleichberechtigt zu beteiligen,“ so Möllers.

Die ersten drei Projektmonate September bis November dienen der Information und Kommunikation sowie dem Aufbau des THINK TANK. Ab Anfang Dezember wird der Schwedenspeicher die Bürger*innen der Stadt zum Talk ins Museum einladen.

Weitere Infos, Themen und Termine unter: www.thinktankstade.de

GEFÖRDERT IM FONDS STADTGEFÄHRTEN

PROJEKT-PARTNER

Pressekontakt: Luisa Pauline Fink | presse@museen-stade.de | tel 04141. 79 773 14 | fax 04141.79773 99