SALVADOR DALÍ. DAS GRAFISCHE WERK

verlängert bis 29. Januar 2017

Der geläuterte Dante, Illustration aus dem Zyklus zu Dante Alighieri 'La divine Comédie', Blatt 67, 1960 © Kunstgalerien Böttingerhaus, Bamberg, Foto: Uwe Gaasch
Die blaue Raupe, Vorlage für Lewis Carolls 'Alices Adventures in Wonderland', 1968 © Kunstgalerien Böttingerhaus, Bamberg
Don Quijote zu Pferd, 1935 © Kunstgalerien Böttingerhaus, Bamberg

Zeitlebens erregte Salvador Dalí (1904–1989) mit seiner Kunst und seiner Selbstdarstellung große Aufmerksamkeit. Die Folge war nicht nur Anerkennung, sondern auch Kritik. Seine Bedeutung für die Kunst des 20. Jahrhunderts ist jedoch unbestritten. Dalí gilt als einer der radikalsten Gestalter des Surrealismus – etablierte Seh- und Denkweisen wurden von ihm erschüttert, das Brechen moralischer Tabus war programmatischer Bestandteil seines Schaffens. Mit einer beispiellosen Bildsprache kehrte er auf seinen Bildern im Freud’schen Sinne das Innerste nach außen, stellte Begierden, Fantasien und Ängste dar.


Das Kunsthaus Stade zeigt Arbeiten aus Dalís grafischem Werk, Handzeichnungen und Illustrationen zur Weltliteratur oder eigenen Schriften. In seinen äußerst präzise ausgearbeiteten zeichnerischen Arbeiten beweist sich Dalí als bestechender Analyst und gleichzeitig intellektuelle Triebfeder der Kunst des 20. Jahrhunderts. Diese Ausgangspunkte dienen in der Ausstellung als Leitfaden, einen weltberühmten Künstler neu zu entdecken. Bei den mehr als 200 Werken, präsentiert auf drei Etagen, wird das Augenmerk auf die Bildsprache Dalís und seine Innovationen für die Kunst gelenkt. Bildbegleitende Literaturpassagen und kunstvoll gestaltete Bücher als ergänzende Exponate ermöglichen eine kritische Betrachtung des Zusammenspiels von Künstlerpersönlichkeit, Selbstinszenierung und Kunstschaffen.


Im Jahr 1904 im spanischen Figueras in eine bürgerliche Familie geboren, wurde Salvador Felipe Jacinto Dalí i Domènech (seit 1982 Marqués de Púbol) nach seinem verstorbenen Bruder Salvador benannt, ein Erbe, das er lebenslang als Bürde und Aufgabe zur Selbsterkenntnis empfunden hat. Er studierte an der Kunsthochschule San Fernando in Madrid, von der er 1926 jedoch verwiesen wurde. Mit Luis Buñuel drehte er 1929 den Film „Ein andalusischer Hund“ in Paris und traf hier auf die Gruppe der Surrealisten, der er sich mit bald schon prägendem Einfluss anschloss. In Paris begegnete Dalí auch Gala Éluard, seiner Lebensgefährtin und Muse, die nach der Scheidung von Paul Éluard auch seine Frau werden sollte. Innerhalb der Gruppierung der Surrealisten war Dalí – bis zu seinem Ausschluss 1939 – ein hoch geschätztes und geschmähtes Mitglied zugleich. Von 1940 bis 1948 lebte er mit Gala in New York, anschließend wieder in Spanien. Dalís bildnerische Mittel waren vielfältig, er malte, zeichnete, druckte und fertigte Plastiken. Zudem veröffentlichte er zahlreiche kunsttheoretische Schriften und arbeitete für Film, Theater und Ballett. Seinem Wunsch folgend, setzte man ihn nach seinem Tod im Januar 1989 in der Krypta seines Theater-Museums in Figueras bei.

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Kunsthaus

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Mittwoch 17.30 Uhr: After-Work-Führung
Sonntag 15 Uhr: Ausstellungsrundgang
10 € inkl. Eintritt

Eintrittspreise

Museen Stade Ticket - ein Preis, drei Museen
Tages-Ticket 8 € | Sozialtarif 4 €
3 Tages-Ticket 12 € | Sozialtarif 6 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

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